Thinking

I swore I'd never love again,
I swore my heart would never mend,
Said love wasn't worth the pain,
But then I hear it call my name.

(You got no say at all.)

AB

Kryptische Einträge haben etwas Wundervolles, in dem Moment.
Aber später, wenn man sich daran erinnern will, woran man damals dachte, kommt die Angst auf, dass man sich nicht mehr erinnern könnte wer sie war, das Mädchen auf dem Photo in seinem Geldbeutel, das Geheimnis, das man für ihn vor der Gruppe zurückgehalten hat.

Alte Bilder anschauen. Der Super-Musiker als Trauzeuge im Hochzeitsalbum der Eltern. Die erste lilafarbene Brille. Sich an das weiß-rosa Eis mit dem Kaugummi erinnern.

Wirrnis 2

Wieso gehen so viele Dinge kaputt, wenn man über sie spricht?
Wieso gibt man sich immer weniger, als man könnte?
Wie oft lässt man jemanden ins offenen Messer laufen, in der Hoffnung ein bisschen Eingeständis, ein bisschen Preis-, ein bisschen Hingabe erzwingen zu können?

Und wieso geht immer alles kaputt wenn man darüber spricht...

[Is someone getting the best, the best, the best, the best of you?]

Wirrnis

Wieso gehen so viele Dinge kaputt, wenn man über sie spricht?
Wieso hat man so selten Recht mit Interpretationen?
Wieso gibt man es so selten zu, wenn sie doch stimmen?

Wieso gehen so viele Dinge kaputt, wenn man über sie spricht?
Wieso legt man so selten Spuren,
wieso nutzt man so selten keine Worte,
wieso lässt man sich so oft hängen, gegenseitig?

Wieso gehen so viele Dinge kaputt, wenn man über sie spricht?
Wenn man es nicht tut, verschwinden sie doch mit der Zeit.

Sorry if I stare (Counting to Sleep)

[Zurück zur Fußballmusik, zurück zur gefühlten Leichtigkeit.]

Und da sind sie wieder, die Leichen im Keller, an deren Abwesenheit man sich so gewöhnt hatte. Und es geht nur um eines: Ihnen so wenig Platz wie möglich einzuräumen.

Suddenly I see... Die Einraumwohnung ist noch nicht beschlossen, aber Baubetrieb wäre wohl keine schlechte Idee. Look at me I'm still around...

Abschiede

Ich dachte, ich werde mich an die kleinen gewöhnen. Am Bahnhof, auf dem Parkplatz. Die, bei denen man immer weniger Angst hat, etwas vergessen zu haben.
Jetzt gewöhne ich mich an die großen. Die, bei denen man eine Stadt verlässt, ein Land. Die, bei denen die örtlichen Freundschaften eine mehr als ungewisse Zukunft haben. Die, bei denen man weiß, dass man in den ersten Wochen danach die Unsicherheit nicht los wird, dass es eine falsche Entscheidung gewesen sein könnte. Die, bei denen man zum Glück trotzdem ganz sicher weiß, was man nicht will: Da bleiben.

Es gibt Menschen, an die man sich manchmal erinnern will, wenn man eine eMail oder einen Kuss bekommen hat, wenn man sich nur noch dunkel daran erinnert, dass man vielleicht mal Gefühle für ihn hatte. Wie schön, wenn man sie dann wiederfinden kann, dort wo niemand sie je finden wird, wo sie alphabetisch sortiert darauf warten, gefunden und komplettiert zu werden. Wie schön, wenn das Gefühl wiederkommt, aber nicht die Vergangenheit. Was passiert ist ist so unwichtig.

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