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BlogSwap: leteil

BlogSwap - Die Rückkehr

So, genug geschwappt erstmal. Ich bin zwar nur ganz kurz wieder da - morgen verabschiede ich mich für zweieinhalb Wochen in die USA - aber irgendwie ist es doch immer schön, wieder nach Hause zu kommen.

Bloglike in umgekehrter chronologischer Reihenfolge:
BlogSwap - Abschiedsrede
Neid ist...
Nichtmal die Schonfrist
Die Leere, die...
Wetterbericht
BlogSwap - Zwischenbericht
Best of Sofa
Dawson. Rose Dawson.

Schön war's! :)

Gute Nacht Freunde

Die Zeit ist um, in der ich hier arglose Leser mit grenzwertigen Auslassungen verschreckt habe zu Gast war. Was ich noch zu sagen hätte, dauert eine Zigarette, und ein letztes Glas im Stehen. Ich hab mich hier wohl gefühlt, in diesem netten Jugendzimmer. Sie sehen selbst, es hat Stil. Die Frau EllyRianna hat's gut: noch weit entfernt von den Langweilern jenseits der 28, dabei sehr klug und mit Idealen. Moral gibt's ja heute gar nicht mehr, denkt man. Z.B. Hilde Knef verblichenerweise - die ich vorhin in einer Kneipe hörte - hat dereinst so klar und wahr von der Moral gesungen, derentwegen der Mensch an sich zu feige ist, authentisch zu sein, spontan zu sein, provisorisch zu sein.
Wir können das ja gar nicht mehr nachvollziehen. Zwar eine leise Ahnung haben wir und ähnlich gelagerte Fälle kennen wir auch. Aber die Knef singt vom moralischen Drill, von der Last des Gewissens aus der Zeit unserer Eltern bzw. Großeltern. Mit unseren verkümmerten Regungen sozialer und sonstwie feinerer Art hat das nicht viel zu tun. Höchstens mit unseren Neur- und Psychosen. Und auch wenn das eine kluge Beobachtung ist, weiß ich nicht mehr, worauf ich eigentlich hinaus wollte.
Ich wollte meiner Gastgeberin nur alles Gute wünschen, bleiben sie nett, locker und hegen sie ihre republikanischen Kalender. Tschüß.

beruf? liebe? politik?

bei schwierigen fällen stellt sich ja leider immer wieder heraus, dass einige sturköpfe nicht nur argumentationsresistent, sondern geradezu informationsresistent (tm) sind. deren selektive wahrnehmung funktioniert so perfekt, der gehalt der aussage prallt an ihnen ab oder geht direkt durch den leeren kopf hindurch und wieder raus ohne eine spur zu hinterlassen.

Junger Mann!

Ich muss mich mal mehr zusammenreißen hier! Bin ja schließlich nicht zuhause, sondern Gast bei einer freundlichen jungen Dame. Ich entschuldige mich also vielmals, wenn die verehrten Leser und Leserinnen in diesem Blog nicht das gewohnte Niveau wiederfinden. Morgen ist die Hausherrin ja wieder da.

Ich habe oft überlegt, wie ich hier schreiben soll - naja, die Elaborate können sie ja selbst hier unten drunter lesen. Zur Erklärung muss ich sagen, dass es sich um Versuche in verschiedenen, sagen wir, GENRES handelt. Und dafür (und meinen Eltern ...) bin ich dankbar. Dieser Blogswap hat mir die Anregung gegeben, verschiedene Schreibversuche zu machen. Bei mir ist das ja immer Werkstatt, nie fertig, immer provisorisch. Ist ja nur Internet. Und ein Spaß außerdem.

WANNE | EICKEL

So, hier, wieder nüchtern und gut drauf. Immer ordentlich viel Kamillentee, dann geht alles. Und gelacht heute im Zug. Diese Jacken mit "BER | LIN" oder "HAM | BURG" drauf - total bescheuert! Gibt's ja jetzt auch auf dem Arsch. Im Zug kam mir einer mit "SY | LT" entgegen. Das ist so doof, es machte mich sehr glücklich. Ich fände aber "DELMEN | HORST" gut, oder "DUIS | BURG".

tanzen, dude! der keeper coole sau wie immer. und die rumba rockt.
dings1
nette menschen, kluge menschen, weil nette menschen. endlich sind wieder walkers da, alle stürzen sich auf thai sweet chili. danach tango. otros aires.
dings2
wie damals - your baby ain't sweet like mine. nightlife, dude. that's all to it.

was alles geht

es fällt schwer, das gleichgewicht zwischen guten und schlechten erinnerungen zu halten. die waage schlägt je nach den umständen aus. und manchmal muss auch der sarkasmus aushelfen (nicht der zynismus).
es fällt schwer, das gleichgewicht zu halten, wenn man allen kritischen stimmen im kopf gerecht werden will. und welch eine niederlage, festzustellen, dass uns die am weitesten entfernten kritiker auch weit von unserem weg abgebracht haben. man braucht einen integren maßstab, einen kalender, der einem die idee gibt und auf der spur hält, der dir die sicherheit gibt: "do it your way, the other freaks have their way anyway."

Handy-Klingeltöne umsonst selbstgemacht

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert die von der Bundesinitiative "Jugend ans Netz" betriebene Seite www.netzcheckers.de (zur Zeit überlastet), auf der man Klingeltöne fürs Handy selbst komponieren und kostenlos herunterladen kann (wer's braucht). "Laut BMFSFJ geraten viele Kinder und Jugendliche in finanzielle Schwierigkeiten, da sie beim Herunterladen der Klingeltöne ein ganzes Monatsabonnement erwerben. Bereits zwölf Prozent der 13- bis 24-Jährigen hätten Schulden in einer durchschnittlichen Höhe von 1800 Euro." [Heise]

Bahnhofsglück

Wer sich regelmäßig zum Bahnhof begeben muss, der kann so seine Beobachtungen und Charakterstudien machen, auch wenn es Tage gibt, an denen man gerne darauf verzichten würde. Menschen in der Masse sind nur selten ein Quell der Freude, obwohl sich in ihr immer wieder Spezialisten von erlesener Kuriosität finden. Am schlimmsten ist aber die Routine, die ewige Wiederkehr des Immergleichen (Schröder oder wer hat das noch gesagt). Das geht los mit den dosenbewaffneten Biertrinkern morgens um 6 ("Leute wie Du und ich") und dann gleich weiter mit dem stylischen Tüpen mit hochgelackter Pseudo-Bett-Frisur (wann hat diese Mode eigentlich ein Ende!?), ungefähr Mitte 20, die Bildzeitung lesend - und einen schon gleich morgens daran gemahnend, dass von deutschem Boden nie wieder ein Gedanke ausgehen wird.
Auf dem Bahnsteig dann das übliche Gerenne, Gesummse und Gerempel; junge Männer, die gedankenverloren im Minutentakt vor sich hinrotzen, unverständliche Lautsprecherdurchsagen, aufkommende Hektik, die Herde wird unruhig, der Zug fährt ein. Während beim Morgenzug die Wartenden gelernt haben, den Platz vor den sich öffnenden Waggontüren freizulassen, damit sich zunächst der Strom der Aussteigenden auf den Bahnsteig ergießen kann, peilt die Traube, die sich da nachmittags versammelt, diese schlichte Klugheitsregel einfach nicht, blockiert die Ausgänge, ganz helle Bürschchen versuchen sogar, sofort einzusteigen, ein Gewusel, ein Gewürge, es geht kaum vor und kaum zurück. Ist man dieser gruppendynamischen Ganzkörpererfahrung entronnen, die Stufen vom Bahnsteig hinab vorbei an den Gruppen, die dort auf den Treppen mitten in der Raschhour ihr Picknick einnehmen, die Hip-Hop-Beschallung aus den 1-Euroshops in der Bahnhofspassage hinter sich lassend, nur noch raus hier, nur noch der Geruch von drei Döner-, zwei Pizza- und zwei Bratwurstboden zwischen mir und der Freiheit, und dann endlich: draußen, prasselnder Regen, kalter Wind, ein Taxi, das einen fast umfährt - Freiheit! Endlich Frieden, endlich alles wieder gut!

Economy Bügeln

Zwei Dinge sind beim Bügeln mit geringstmöglichem Aufwand wichtig:
1.) Die Knopfleiste - die muss gebügelt sein, weil sie - frontal - besonders ins Auge fällt. Wenn sonst keine gröberen Knitterfalten vorhanden sind, reicht es oft schon, die Knopfleiste zu bügeln. (Unterstellt wird, dass der Kragen heutzutage keine besondere Steife mehr aufweisen sollte und in der Regel meist schon richtig sitzt. Abstehende Spitzen dürfen natürlich nicht sein.)
2.) Bügelfalten sind ja das uncoolste Greuel für jeden Teen und Twen, und ich habe in Zeiten, bevor ich aus Protestgründen eine vollkommene Bügelverweigerung praktizierte, darauf bestanden, dass meine Kleidungsstücke keine Bügelfalten haben dürfen. Das ist heute - notgedrungen - anders: das Teil, das neben der Knopfleiste am Hemd eine besondere Knitterproblematik besitzt, ist der Ärmel. Der MUSS fast immer gebügelt werden. Ich bin aber ein Mann. D.h., es ist mir angeboren, mit Stoffen, Schnüren, Bändern, korrekten Faltungen und dergleichen nicht umgehen zu können. Der Ärmel aber ist besonders fiese. Den kriege ich nicht gerade hingelegt, den kann ich nicht vernünftig bügeln. Also lege ich ihn aufs Bügelbrett, streiche ihn platt - mit der Naht als Rand - und bügel das ganze Teil in einem Rutsch, auch über die Ränder hinaus. Ergebnis ist eine astreine Bügelfalte, auf die sowieso keine Sau achtet.
(Bügelfalten bei (normalen) Hosen gehen überhaupt nicht.)